Zürcher Start-Up mit virtueller Videokonferenz-Lösung online

11.02.2014 12:08

Veeting.com bietet eine virtuelle Sitzungsumgebung mit Audio- und Videokonferenzschaltung, Live-Präsentationen, sicherem Austausch von Dokumenten, Text-Chat und weiteren Hilfsmitteln für virtuelle Sitzungen. Neuartig ist die eingesetzte Technologie WebRTC, die es erlaubt, eine Videokonferenz direkt im Browser abzuhalten, ohne dass vorgängig ein Plugin oder Software installiert werden muss.

Der grosse Vorteil von Veeting.com ist, dass eine Videokonferenz in weniger als einer Minute aufgesetzt werden kann. Der Teilnehmerlink wird dann ähnlich wie bei Doodle an die Gesprächsteilnehmer verschickt. Um einer Konferenz beizutreten, braucht man nur auf den Link zu klicken. „Wir wollen Videokonferenzen einfacher machen. Grundsätzlich soll es so einfach werden wie das Tätigen eines Telefonanrufes“ sagt Philipp Baumann, Mitgründer von Veeting.com. „Alles läuft direkt im Browser, keiner der Teilnehmer muss eine Software installieren oder sich vorgängig registrieren“.

In diesem Bereich hebt sich Veeting.com von der Konkurrenz ab. Bekannte Lösungen wie z.B. Skype setzten voraus, dass alles Gesprächsteilnehmer die Software installiert und auch ein eigenes Konto haben. Google Hangouts steht nur jenen zur Verfügung, die auch ein Google+ Konto haben. Im geschäftlichen Umfeld ist das ein Nachteil, da man vorgängig immer abklären muss, ob alle Gesprächspartner bei einem bestimmten Service auch registriert sind. „Zudem möchte man Gelegenheitskontakte nicht unbedingt auf eine Kontaktliste setzten, vor allem wenn diese auch noch sehen können, ob man online ist oder nicht“ führt Philipp Baumann weiter aus.

Wahrung der Privatsphäre dank Hosting in der Schweiz
Seit dem NSA Skandal fragen vor allem Geschäftskunden immer häufiger nach, wo die Server stehen. „Das Vertrauen in amerikanische ICT-Anbieter ist deutlich gesunken, vor allem weil man nicht genau weiss, worauf die NSA alles Zugriff hat“ sagt Fabian Bernhard, CTO und Mitgründer. Veeting.com verschlüsselte deshalb die komplette Datenübertragung und betreibt den Service ausschliesslich auf Servern in der Schweiz. „Dadurch stellen wir sicher, dass die Daten der Schweizer Gesetzgebung und somit dem Schweizer Datenschutz unterliegen. Die Geschäftsdaten unserer Kunden sind somit vor unbefugtem Zugriff von Drittpersonen und staatlichen Organisationen gesetzlich geschützt.”

Offizieller Release in den nächsten Wochen
Die derzeitige Beta-Version erlaubt den Benutzern Videokonferenzen von bis zu 30 Minuten gratis durchzuführen. Mit dem offiziellen Release werden Angebote für Firmenkunden folgen, die zeitlich unbegrenzte Videokonferenzen zulassen. WebRTC wird zur Zeit von aktuellen Google Chrome, Mozilla Firefox und Opera Browsern unterstützt, welche zusammen über 50% des Browsermarktes unter sich aufteilen. An einer Erweiterung für den Internet Explorer wird derzeit gearbeitet.

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