VIU sorgt für Durchblick in Europa

25.09.2018 11:55
VIU Ventures Gründerteam

Das Zürcher Eyewear-Startup VIU mausert sich fünf Jahre nach Gründung zum europäischen Unternehmen. Mittlerweile betreibt VIU 39 Flagshipstores in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Dänemark und neu auch in Schweden und zeigt, dass der Verkauf von Brillen offline als auch online funktioniert.

Der weltweite Brillenmarkt – in Europa allein ist er 30 Milliarden Franken schwer – wird vom Hersteller-Unternehmen Luxottica dominiert. Dem italienischen Grosskonzern gehören rund 30 Marken darunter Ray-Ban, Oakley, Persol, Chanel, Prada und Burberry. Dennoch gibt es Unternehmen, die Luxottica das Monopol streitig machen und den Brillenmarkt revolutionieren wollen – eines davon ist VIU Ventures.

Das Innovative an VIU ist das Geschäftsmodell, das auf Omnichannel-Retail setzt. Der Vertrieb läuft zum einen online über ein Try-at-home-Modell à la Zalando und zum anderen offline über Flagshipstores ab. Letztere präsentieren sich mehr als stylische Boutiquen anstatt herkömmliche Optikergeschäfte, was damit zu tun hat, dass sich das 2013 gegründete Startup als Fashion-Unternehmen mit Fokus auf optische Kompetenz identifiziert.

Die Korrektur- und Sonnenbrillen werden in Zürich designt und in den Dolomiten in Italien von Hand hergestellt. Auch in der Herstellung und Technik möchte VIU eine Vorreiterrolle einnehmen. So setzt das Startup vermehrt auf die Personalisierung von Brillen mittels 3D-Drucktechnologie. Dank ihr werden die Brillen für den jeweiligen Träger massgefertigt. «Jede zehnte optische Brille, die wir verkaufen, ist ein 3D-Druck», erklärt Kilian Wagner (Bild: links), Mitgründer und CEO. Bisweilen muss man für 3D-Druckbrillen der Technologie wegen noch in die VIU-Stores gehen. Ziel sei es jedoch, diese in Zukunft auch online bestellen zu können, so Wagner.

Die strategische Ausrichtung und die technische Pionierleistung haben VIU zu einem der erfolgreichsten Schweizer Startups gemacht. Im ersten Halbjahr 2018 eröffnete VIU sieben neue Flagshipstores, im September kam ein weiterer in Schweden hinzu. Somit betreibt das Startup insgesamt 39 Stores in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Dänemark und Schweden und beschäftigt mittlerweile mehr als 250 Mitarbeiter. «Wir konnten die Anzahl neu eröffneter Flagshipstores jedes Jahr verdoppeln, für das nächste Jahr peilen wir London und Paris an», sagt Wagner. Derzeit läuft eine Finanzierungsrunde, die auch auf internationales Interesse gestossen ist.

(Bild: Sandra Kennel)

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