Luzerner Startup misst Kampagnenerfolg für bekannte Marken

04.09.2018 13:43

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Esther Cahn

Seit November 2017 ist Signifikant Solutions operativ tätig und konnte in der Pilotphase auf die Unterstützung der Migros, Swisscom, Storck Schweiz und Hug zählen. Das Startups entwickelt eine Lösung zur Optimierung von On- und Offline-Kampagnen von Grossunternehmen, welche für Einsparungen von bis zu 30 Prozent sorgen wird.

In der Schweiz werden pro Jahr rund 6 Milliarden Franken für Werbekampagnen ausgegeben. Die Wirkung und Rezeption dieser umfassend zu messen, ist aber schwierig. Bei Online-Kampagnen wurde bislang auf Cookies gesetzt, Internetnutzer stellen diese aber immer öfter ab oder blockieren sie sogar. Bei Offline-Kampagnen ist die Messung des Erfolgs noch schwieriger.

Das Startup Signifikant Solutions aus dem Technopark Luzern entwickelt eine Lösung, die Kampagnen beobachtet und mithilfe von Algorithmen Datenmodelle erstellt, die deren Erfolg messen und so auch Vorhersagen für zukünftige Kampagnen machen können. Dafür werden Daten wie Medien- oder Bewegungsdaten gesammelt, um zu erfassen, wie viele potentielle Kunden die Kampagne auf verschiedenen Kanälen gesehen haben. Personenbezogene Daten oder auch Auswertungen von Cookies setzt Signifikant Solutions nicht ein. «Wir sind kein Cambridge Analytica», sagt Mitgründerin und CEO Esther Cahn (Bild).

Um die Wirkung einzelner Massnahmen zu bestimmen, werden die gesammelten Daten mit vorher definierten Erfolgskriterien verglichen. Je häufiger dies geschieht, desto präziser werden Datenmodell und Vorhersage. Da die Erstellung solch hochkomplexer Datenmodelle für einzelne Unternehmen – unabhängig von Grösse und Marketing-Knowhow – sehr aufwendig ist, wird die Durchführung der Analysen an neutrale Datenspezialisten ausgelagert.

Durch die Optimierung ihrer Kampagnen könnten Unternehmen gemäss Proof of Concept Einsparungen zwischen 10 und 30 Prozent machen, so Cahn. Zur Zielgruppe von Signifikant Solutions gehören dann auch Unternehmen, die pro Jahr mindestens eine Million Franken in ihre Werbekampagnen stecken – in der Schweiz immerhin 630 Firmen.

An der Pilotphase der Lösung – die Lancierung des MVP (Minimum Valuable Product) erfolgt in den nächsten Tagen – haben auch grosse Namen mitgemacht: die Migros, Swisscom, Storck Schweiz und Hug. In etwa einem halben Jahr soll die Lancierung der ersten Version des vollendeten Produkts in der Schweiz und Deutschland geschehen. Aktuell läuft eine Finanzierungsrunde, die Interesse im In- und Ausland geweckt hat.

(SOK)

(Bild: ZVG)

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