James Dyson Award für Prothesen aus Recycling-Kunststoff

06.09.2018 13:26
Circleg Prototyp

Der internationale James Dyson Award zeichnet Designideen aus, mit denen Probleme auf neue Art gelöst werden. Die drei Gewinner des nationalen Schweizer Awards stehen nun fest. Sie haben nun die Chance den globalen Wettbewerb zu gewinnen.

Fabian Engel und Simon Oschwald erhalten für ihr «Project Circleg» den diesjährigen nationalen James Dyson Award. Mit ihrem kostengünstigen Beinprothesensystem aus recycelten Kunststoffabfällen ist es möglich, auf die Bedürfnisse von Amputierten in weniger entwickelten Ländern einzugehen. Aufgrund von Verkehrsunfällen, mangelnder medizinischer Versorgung oder gewalttätigen Konflikten ist in solchen Ländern die Nachfrage nach kostengünstigen Beinprothesen sehr hoch. Allerdings fehlte bis anhin ein zufriedenstellendes Prothesensystem, dass mit bestehenden Produktionsmethoden und -materialien vor Ort hergestellt werden kann. Diese Lücke möchte «Project Circleg» nun schliessen. Engel und Oschwald sind Bachelor-Absolventen der Fachrichtung Industrial Design an der ZHdK.

Beim nationalen James Dyson Award wurden aus 31 eingereichten Schweizer Projekten in Zusammenarbeit mit der swiss design association und einer fachkompetenten Jury der nationale Gewinner und zwei Runner-up-Projekte ausgewählt.

Die beiden Runner-up-Projekte stammen dieses Jahr ebenfalls von Industrial Design Absolventen der ZHdK. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entwickelten Astrid Welti, Eliane Zihlmann und Fabio Meier den neuartigen Halskragen «NECO». Dieser kommt nach Unfällen bei Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung zum Einsatz. Durch die Fixierung von Hals und Kopf wird der Patient während des Transports zum Spital vor weiteren Verletzungen geschützt. Neu dabei ist der einfache Verschluss, welcher das mühelose Anbringen des Halskragens ohne Anheben des Kopfes des Patienten ermöglicht.

Den Erfolg der ZHdK komplettiert Bachelor-Absolvent Alexander Häberlin mit seinem Projekt «Rowcus». Dahinter verbirgt sich ein intelligentes System für mehr Sicherheit und Fokus im Rudersport. Der Sensor wird an der Bootsfront montiert und scannt die Fahrrichtung kontinuierlich nach Hindernissen. Wird eine Gefahr erkannt, so warnt Rowcus den Steuermann mittels akustischen Signalen. Somit kann sich der Sportler während des komplexen Bewegungsablaufes vollkommen auf seine Technik konzentrieren. Auch diese Arbeit ist in Kooperation mit der ETH Zürich entstanden.  

Der Schweizer Gewinner erhält ein Preisgeld von 2600 Franken und hat die Chance, wie die zwei weiteren Projekte, den internationalen James Dyson Award zu gewinnen.

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