Sublimd auf Wachstumskurs

Stefan Kyora

27.11.2018 15:08

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sublimd Tablet

Mit seiner Software vereinfacht und automatisiert sublimd die Dokumentationsarbeit in Spitälern und Arztpraxen. In der Schweiz hat das Unternehmen Fuss gefasst. Nun soll das Wachstumstempo im Heimmarkt gesteigert und die Expansion nach Deutschland angegangen werden.

Ärzte und Pflegepersonal verbringen viel Zeit damit, Krankengeschichten zu erfassen und Berichte über Patienten zu schreiben. Das Zuger Startup sublimd will diese Dokumentationsarbeit reduzieren und automatisieren. Mit Hilfe der Software können etwa Patienten mit nicht dringlichen Beschwerden in Notfallstationen von Spitälern während der Wartezeit ihre Symptome selbst mit einem Tablet erfassen. Das anschliessende Gespräch mit dem Arzt läuft so gezielter ab und gleichzeitig fühlt sich der Patient ernster genommen, da der Arzt bereits vorinformiert ist.

Gleichzeitig unterstützt die Software Ärzte und Pflegepersonal beim Erfassen der Krankengeschichte und bei der Dokumentation der Diagnose. So können Ärzte Anamnesebestandteile, klinische Untersuchungsbefunde und Diagnosen anklicken, die Software erstellt daraus automatisch die erforderlichen Berichte in Fliesstext, die dann allen behandelnden Personen zur Verfügung stehen. So sinkt nicht nur die Belastung durch administrative Arbeiten, zudem wird sichergestellt, dass Patienten ihre Krankengeschichte oder ihre Symptome nicht mehrfach schildern müssen.

Hohe Hürden beim Markteintritt
Trotz der klaren Vorteile, war der Start in den Markt nicht einfach. „Die Sales-Zyklen bei Spitälern sind extrem lang“, erklärt Eric Kuhn, Mitgründer und Head of Medical Affairs bei sublimd. Über ein Jahr hat das Team gebraucht, um einen ersten Kunden zu gewinnen. Unterdessen verfügt das 2016 gestartete Unternehmen aber über erstklassige Referenzen. Zu den Kunden gehören das Kantonsspital Graubünden, das Spital Limmattal sowie das Zürcher Universitätsspital. Und mit centramed konnte auch ein erstes Netzwerk von Gruppenpraxen und Gesundheitszentren gewonnen werden.

„Wir haben nun definitiv im Markt Fuss gefasst“, freut sich Eric Kuhn. Weitere Kunden werden dementsprechend in Kürze dazu kommen. Das Startup befindet sich bereits mit drei Spitälern in fortgeschrittenen Verhandlungen.

Für weiteres Wachstum wird der Schritt nach Deutschland sorgen. Vor kurzem wurde ein Country Manager angestellt. Helfen bei der Expansion dürfte zudem, dass sublimd kürzlich den IHK Startup Slam der Industrie- und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern gewinnen konnte. Nach mehreren Awards in der Schweiz war dies der erste Preis in Deutschland für das junge Startup.

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