Das Innovationslabor der Raiffeisen zieht Bilanz

Sophie Küsterling

05.11.2018 15:15
Team RAI Lab

Das RAI Lab screent pro Jahr über 100 Startups. Neben Fintech-Startups wird immer mehr auch die Zusammenarbeit mit Proptech-, Regtech-, Insurtech-, Agritech- oder Cyber-Security-Startups geprüft. Startupticker hat im Innovationslabor vorbeigeschaut und mit den Verantwortlichen gesprochen.

«Wir sind ein Scharnier zwischen Raiffeisen Schweiz und den Startups», erklärt Stefan Jeker (Bild: hinten links), Leiter des RAI Lab. Dass es sich dabei nicht nur um eine Plattitüde handelt, zeigen die Zahlen. Über 200 Startups nahm das achtköpfige Team in den letzten beiden Jahren unter die Lupe, mit fünf laufen derzeit Pilotprojekte.

Zu Beginn habe man vor allem mit Fintech-Startups zusammengearbeitet, sagt Jeker. Mittlerweile hat sich der Fokus verbreitert: Neben Startups aus den klassischen Geschäftsfeldern einer Bank sind auch solche aus Bereichen wie Proptech, Regtech, Insurtech, Agritech oder Cyber Security für das RAI Lab interessant. «Durch die Zusammenarbeit mit Startups kann Raiffeisen ihre Prozesse vereinfachen sowie ihre Kundendienstleistungen ausbauen», erklärt Luis-Eduardo Ernst (Bild: hinten rechts), New Business Innovator des RAI Labs.

Künstliche Intelligenz stösst beim RAI Lab ebenfalls auf grosses Interesse. Bestes Beispiel ist das St. Galler Startup Advertima. Mit ihm hatte das Lab diesen Sommer einen intelligenten Werbebildschirm in der Kundenhalle der Raiffeisen-Bank in St. Gallen getestet. «Nun sind wir dabei herauszufinden, wie die Werbetechnologie in die Raiffeisen Schweiz einzubinden ist», so Jeker.

Vielfalt herrscht nicht nur in den Branchen, sondern auch bezüglich des Reifegrades. «Für das RAI Lab sind Startups aller Stages relevant», sagt Fabian Schmid (Bild: Mitte), New Business Innovator des RAI Lab. Bei Early-Stage-Startups bestehe der Vorteil, dass sich die Produktentwicklung gezielt an den Bedürfnissen der Raiffeisen orientieren könne, erklärt Schmid. Produkte von reifen Startups hingegen könnten schneller getestet werden. Beteiligungen an den Startups des Labs sieht das Konzept hingegen nicht vor.

Unterdessen hat sich im Lab ein Standardprozess herauskristallisiert. Ein Proof of Concept oder Pilotprojekt wird mit dem Lab durchgeführt, dann pitcht das RAI Lab Team die Produkte vor der Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz. «Das RAI Lab ist eigentlich ein Acceleration-Programm», meint Jeker.

Nach Innovation sucht das Lab überall – auch international. Ferner können sich interessierte Startups unter folgender Email-Adresse melden: innovation@raiffeisen.ch. In der Email enthalten sein sollten eine Beschreibung der Idee oder des Produkts inklusive Links, die Zielgruppe und mögliche Use Cases, die Relevanz des Produkts für Raiffeisen sowie ein kurzer Beschrieb des Teams.

(Bild: RAI Lab)

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Stefan Jeker @ 06.11.2018 06:33

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