Notime: Last-Mile-Logistik Projekt in Zürich und Bern

25.06.2015 08:35

E-Commerce boomt. Doch die Zustellung der Pakete bildet einen Flaschenhals. Das Schweizer Startup Notime will das Problem bei der Lieferung mit dynamischer Software und einem Crowd-Ansatz lösen.

2014 legte der Online-Handel in der Schweiz um über zehn Prozent zu. In absoluten Zahlen betrug das Wachstum laut GfK und VSV rund 500 Millionen Franken. Im Non-Food-Bereich liegt der Online-Anteil in der Schweiz bereits bei über zwölf Prozent. Dies macht die Zustellung zu einem alltäglichen Problem. Bestellen kann der Konsument zwar, wann und wo er es wünscht, doch um an das Paket zu kommen, ist immer noch häufig der Weg zur nächsten Poststelle notwendig.

Das Schweizer Startup notime will dies ändern. „Unsere Vision ist, dass Pakete genau dann genau dorthin geliefert werden, wo es der Konsument will“, sagt Philipp Antoni, Mitgründer von notime. Das Startup will dabei sowohl selbst transportieren als auch mit unabhängigen Transporteuren arbeiten. „Wir sehen uns als eine Art Crowd Logistics Platform Lösung“, erklärt Antoni.

Das Startup fokussiert sich auf die Entwicklung einer mobilen Logistik-Software Lösung, welche die Fahrten für die Kuriere optimiert und über die Aufträge erteilt und verfolgt werden können. Auch die Verzahnung der Lösung mit der Business-Software auf Seiten der Auftraggeber wird vereinfacht. Das Jungunternehmen tritt als Vertragspartner von E-Commerce-Händlern und anderen Auftraggebern auf und sichert diesen die Zustellung zum gewünschten Termin und Ort zu.

„Wir sind erst vor zwei Monaten operativ gestartet“, erklärt Antoni. Dennoch hat das Jungunternehmen schon einiges erreicht. 15 Mitarbeiter sind für die junge Firma tätig. Neben den Gründern arbeiten zwei Entwicklerteams in Deutschland und Weissrussland an der Software.

Zudem wird das junge Unternehmen in Kürze ein Pilotprojekt in Bern und Zürich starten. Dies gemeinsam mit einem grossen Logistikdienstleister. Im Fokus steht dabei die so genannte Same-Day Delivery und es soll unter anderem getestet werden, ob notime lokales E-Commerce beflügeln kann. Lokale Händler könnten dank des notime Ansatzes schnell und unkompliziert innerhalb der Stadt bis 20 Uhr liefern und hätten damit einen klaren Vorteil gegenüber nationalen und erst recht gegenüber internationalen Firmen, die aus dem Ausland liefern. Das Projekt wird unter anderem zeigen, ob sich dieser Vorteil auch in die Realität umsetzen lässt – vielleicht ist dies eine neue Absatzstrategie für lokale Händler.

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