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Gewinner des Awards der W. A. de Vigier Stiftung: CatchMyPain

26.06.2012 18:07

Das Projekt CatchMyPain will mit einem Online-Tagebuch neue Erkenntnisse in der Schmerzmedizin gewinnen und die Odyssee von Patienten mit chronischen Schmerzen beenden.

«Ich kann ziemlich hartnäckig sein, wenn ich von etwas überzeugt bin», sagt Daniel Lawniczak. Von seinem Produkt, einer Webplattform für Schmerzpatientin­nen und -patienten namens CatchMyPain, ist er überzeugt. Deshalb hat sich der 30-jährige Wirtschafts­informatiker mit seinem Team zum zweiten Mal für den Förderpreis der W. A. de Vigier Stiftung beworben. Im vergangenen Jahr schaffte er es «nur» unter die Nominierten. Die externe Ex­pertengruppe beurteilte das Projekt als «nicht realisierbar».

Lawniczak liess sich nicht entmutigen und arbeitete weiter an seiner «Visi­on». Er vermochte die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes und die Hasler Stiftung zu überzeugen: Sie unterstützen das Pro­jekt seit März 2012. Als Partner konnte Lawniczak zudem die Kliniken Valens und das Institut für Informatik der Uni­versität Zürich gewinnen. Im Herbst will er die Plattform im Internet auf­schalten. Dieses Engagement hat auch die diesjährige Expertengruppe der W. A. de Vigier Stiftung beeindruckt. Nun gehört Lawniczak zu den Gewinnern.

Mit der Webplattform will das sieben­köpfige Start-up-Unternehmen Sano­vation mit Sitz in Rümlang Patientin­nen und Patienten mit chronischen Schmerzen helfen. Mit dem Online-Tagebuch können sich diese Patienten einen Überblick über die Tage mit Schmerzen und jene ohne Schmerzen verschaffen, sie se­hen anhand des grafisch dargestellten Schmerz- respektive Zufriedenheits­verlaufs, welche Medikamente oder Therapien die Leiden linderten oder verstärkten. Die Patienten können zu­dem dem Arzt oder Therapeuten Zu­gang zu ihrem Tagebuch geben, damit diese sich ein Bild des Schmerzverlaufs machen können, oder sie können einen Ausdruck davon zum Arzttermin mit­nehmen. Vor allem aber will Lawniczak mit einer Analyse der anonymen Infor­mationen aus dem Tagebuch die Erfor­schung von chronischen Schmerzen vorantreiben. Ziel ist es, eine globale Schmerzdatenbank aufzubauen, mit deren Informationen jeder einzelne Pa­tient effektiver und effizienter behan­delt werden kann.

Der Start des Online-Tagebuchs im Herbst wird mit einer Studie an den Kli­niken Valens begleitet. 50 Patienten des Rehabilitationszentrums werden zwei Wochen lang das Tagebuch testen.

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