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Junges Betreuungsunternehmen integriert Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

11.07.2017 14:24
Betreuung

Im Mai startete Goldstück ein Pilotprojekt, das Flüchtlingen einen Einstieg in der Pflege und Betreuung ermöglicht. Nun haben sämtliche Absolventen des ersten Kurses Praktikumsplätze gefunden. Nach den Praktika werden die Teilnehmer zu marktüblichen Bedingungen als Betreuer arbeiten.

Flüchtlinge, die anerkannt und vorläufig aufgenommen sind, gehören zu einer Gruppe von Menschen, die gerne arbeiten würde, es aber nur in den wenigsten Fällen kann.
Gleichzeitig würden ausgebildete Pflegeleute in unserer Gesellschaft dringend gebraucht. Goldstück schafft hier Abhilfe.

Gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheitswesen bildet die 2014 gegründete Firma Goldstück während drei Wochen Flüchtlinge im Pflegehelferkurs Spitex in Aathal (ZH) aus. Damit legt sie einen Grundstein für den Einstieg in die ambulante Pflege und stellt einen Minimalstandard in der Betreuung sicher. Nach Abschluss des Pflegehelferkurses absolvieren die angehenden Betreuer ein Praktikum bei einer Privatfamilie und können anschliessend als ausgebildete Pflegehelfer direkt von privaten Auftraggebern oder Spitex-Organisationen angestellt und weiter beschäftigt werden.

Der erste Pflegehelferkurs für Flüchtlinge ist nun abgeschlossen und die sieben Absolventen werden ein Praktikum absolvieren. Die nötigen Plätze konnten dank der Projektpartner bereits gefunden werden. Nach dem Praktikum werden die Teilnehmer zu marktüblichen Arbeitsbedingungen als Betreuer arbeiten. Sie haben ausserdem die Möglichkeit, sich weiterzubilden.

Die Flüchtlinge erhalten durch ihre Teilnahme eine Aufgabe und eine Perspektive für die Zukunft. Sie lernen Deutsch und viele andere Dinge, die ihnen den Alltag in der Schweiz erleichtern. «Mit dem Pflegehelferkurs der Firma Goldstück können wir nun einen Weg anbieten, der dreifachen Erfolg verspricht: Sinnvolle Arbeit für unsere Flüchtlinge, Entlastung des Gemeinwesens und eine Pflege, welche dem Schweizerischen Standard entspricht», sagt Elizabeth Casal, Geschäftsführerin des Werk- und Technologiezentrum Linthgebiet in Jona (WTL) in Jona. Die Ausbildung beim Partnerunternehmen WTL beinhaltet neben dem Pflegehelferkurs den parallel stattfindenden Deutschunterricht auf Stufe B2 und mehrwöchige Qualifizierungseinsätze in den Abteilungen Gastronomie und Reinigung.

Ausweitung auf andere Regionen geplant
«Bisher übernehmen vor allem private Betreuungsdienste diese Aufgaben», sagt Daniel Wenger, Geschäftsführer des zweiten Partnerunternehmens von Goldstück, der Spitex Bachtel AG. In erster Linie gehe es ihnen aber um den gesellschaftlichen Nutzen: «Wir können damit die Gemeinden und Behörden unterstützen, Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und so auch die Ausgaben der Gemeinden zu reduzieren. Wir sind als Projektpartner gemeinsam überzeugt, dass wir mit diesem Modell einen nachhaltigen Beitrag leisten, dringende Bedürfnisse unserer Gesellschaft zu erfüllen. Es ist uns deshalb ein Anliegen, das Pilotprojekt auf andere Regionen auszuweiten. Neben Teilnehmern und Anbietern von Praktikastellen suchen wir deshalb auch die Unterstützung interessierter Behörden und Gemeinden», führt Wenger weiter aus.

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