Konsultationen per Video-App kommen gut an

Stefan Kyora

19.05.2017 08:48

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Smartphone User eedoctors

Vergangene Woche lancierte das Berner Digital-Health-Startup eedoctors seine App. Der Start der virtuellen Arztpraxis ist geglückt. Erste Video-Konsultationen bei Schweizer Ärzten fanden bereits kurz nach dem Launch statt.

Pascal Fraenkler, CEO und Gründer Co-Founder von eedoctors befand sich mit Malariaverdacht in einem Wüstencamp in Tansania, als er auf die Idee für eedoctors kam. Bereits in der ersten Woche seiner Reise befiel ihn starkes Fieber. Sein Verdacht fiel auf Malaria, doch im Camp war keine medizinische Behandlung möglich. Schliesslich fiel das Fieber von selbst, doch Fraenkler begann an der Idee einer virtuellen Arztpraxis herumzustudieren.

Daraus entstanden ist eine Smartphone-App, mit der Patienten per Videochat von überall auf der Welt einen Schweizer Arzt konsultieren können. Lanciert wurde die App am 10. Mai. „Wir waren sehr positiv überrascht vom Start“, sagt Oliver Hug, der bei eedoctors für Kommunikation zuständig ist. Die Downloadzahlen sind höher als erwartet und die ersten Konsultationen fanden bereits kurz nach dem Launch statt.

Abgesehen vom innovativen Medium und den langen Öffnungszeiten -  täglich von 8 bis 21 Uhr – funktioniert eedoctors nicht viel anders als eine gewöhnliche Arztpraxis. Beraten werden die Patienten von derzeit zwölf erfahrenen Schweizer Ärzten. Abgerechnet wird nach TARMED. Die Krankenversicherungen sind verpflichtet die Kosten genauso zu übernehmen wie die Kosten von Konsultationen in konventionellen Arztpraxen.

Die technische Seite der App ist alles andere als trivial. Für die Entwicklung ist Apps with love zuständig. „Das Besondere an dieser App ist der Videochat, der von überall auf der Welt funktionieren soll. Bei der technischen Realisierung fanden wir Hilfe bei einem etablierten Cloud-Provider, der die dazu notwendige Technologie und Infrastruktur bereitstellen konnte. Wir wurden damit selbst zu einem ”Early Adopter” eines neuen Software Developer Kit (SDK), was zwischendurch schon einmal zu Nervenkitzel führte”, sagt Olivier Oswald, Co-Founder und CTO von Apps with love.

Trotz technischen Herausforderungen dauerte die Entwicklung nur sieben Monate. Beim Konzept und dem darauffolgenden Design der eedoctors App hat man besonders stark auf einfache Bedienbarkeit geachtet und darauf, mit möglichst wenigen Interaktionen zum Ziel, das heisst zur Video Konsultation zu gelangen.

Nach dem erfolgreichen Start, sind weitere Funktionen bereits für den Sommer geplant. Dazu gehört die Möglichkeit für die Ärzte, ein Rezept direkt in der App auszustellen. Oliver Hug von eedoctors erklärt: „Dann muss man nur noch mit seinem Smartphone in die Apotheke gehen und kann sofort das benötigte Medikament abholen“.

Die eedoctors App gibt es in Versionen für iOS und Android.

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