„Die Leute finden es toll“

Stefan Kyora

01.02.2017 08:58
tipo Ticket Skifahrer

Vor drei Wochen lancierten die Pizolbahnen und die Belalp Bahnen Tickets mit wetterabhängigen Preisen. Hinter dem Angebot steht das Berner Startup tipo ticketing. Wir haben uns mit Mitgründerin Rahel Ryf über erste Erfahrungen unterhalten.

Seit drei Wochen bieten die Pizolbahnen und die Belalp Bahnen Tagesskipässe an, die je nach Wetterprognose unterschiedlich viel kosten – eine Premiere in Europa. Wintersportler profitieren je nach Wetter von bis zu 50% Rabatt. Die Tickets können bis zu sieben Tage im Voraus bezogen werden, womit bei einer allfälligen Wetterbesserung zusätzlich profitiert werden kann. Die Wetterprognosedaten werden von SRF Meteo zur Verfügung gestellt. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv „Die Leute finden die Tickets toll“, sagt Rahel Ryf.

Ryf hat vor vier Jahren mit Rolf Stämpfli, Matthias Winkler und Bruno Steiner die tipo ticketing gegründet. Die Geschäftsidee entstand an der Berner Fachhochschule mit dem Auftrag im Modul «Business Planning» einen Businessplan für ein selbst gewähltes Projekt zu erstellen. „Von Anfang an, war unsere Idee, Tickets mit dynamischen Preisen anzubieten“, erklärt Ryf.

Doch zuerst einmal sammelten die Gründer Erfahrung im anvisierten Markt und boten traditionelles Ticketing an. Schon dies funktionierte sehr gut. Durch das Bieten eines in der Schweiz einzigartigen Preis-/Leistungsverhältnis, wuchs das Start-up sehr dynamisch und konnte die Verkaufszahlen jedes Jahr um ein Vielfaches erhöhen.

Im Sommer 2016 startete das junge Unternehmen dann das Vorhaben „dynamisches Ticketing“ und gleiste mit der Fachhochschule St. Gallen ein Forschungsprojekt auf. Als Datenlieferant wurde SRF Meteo gewonnen. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der KTI.

Die Lancierung Mitte Januar rief ein grosses Echo hervor. Doch das tipo Team hat schon Ideen, die über wetterabhängige Preise hinausgehen. „Im Grunde können wir zahlreiche weitere Daten in die Preisberechnung einfliessen lassen“, erklärt Rahel Ryf. Die Nachfrage könnte genauso berücksichtigt werden wie zum Beispiel der Pistenbericht. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange eine Voraussetzung erfüllt ist: Die Daten müssen zuverlässig geliefert werden können.

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